Dazu wurden in einer wissenschaftlichen Metaanalyse verschiedene Quellen wie Arbeitgeberbewertungen, unabhängige Rankings, Zertifizierungen, öffentliche Unternehmensberichte, Auszeichnungen und weitere Publikationen branchenübergreifend miteinander verglichen. Die Auszeichnung bestätigt das besondere Engagement des Unternehmens im Bereich Ausbildung.
Ana dos Santos, Chief Human Resources Officer bei der big. bechtold-gruppe, gibt in einem Kurzinterview einen Einblick, was big zum besonderen Ausbildungsunternehmen macht.
Redaktion: big zählt zu den besten 1 Prozent der ausbildenden Unternehmen in Deutschland. Herzlichen Glückwunsch! Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Faktoren, die zu dieser Auszeichnung geführt haben?
Ana dos Santos: Vielen Dank. Für die Familie Bechtold und die gesamte big. bechtold-gruppe ist Ausbildung weit mehr als die Qualifizierung von Fachkräften. Sie ist ein gesellschaftlicher Auftrag. Wir möchten junge Menschen auf ihrem Berufsweg begleiten, ihre Stärken entwickeln und ihnen eine langfristige Perspektive geben. Gleichzeitig sichern wir damit unsere eigenen Fachkräfte von morgen. Unser Motto lautet dabei: Nicht jammern, sondern selbst in die Hand nehmen.
Entscheidend ist für uns, wie wir Ausbildung gestalten. Unsere Auszubildenden sollen nicht einfach drei Jahre ein Ausbildungsprogramm durchlaufen. Sie werden früh in den Arbeitsalltag und reale Projekte eingebunden, übernehmen Verantwortung und lernen unterschiedliche Bereiche unseres Unternehmens kennen. Bei gemeinsamen Azubi-Seminaren bringen wir Auszubildende verschiedener Berufe und Standorte zusammen. So entstehen Kontakte über den eigenen Arbeitsplatz hinaus und ein besseres Verständnis dafür, wie vielfältig die big. bechtold-gruppe ist.
Wir investieren zudem bewusst in die persönliche Entwicklung. Dazu gehören individuelle Begleitung durch unsere Ausbildungsverantwortlichen, fachliche Weiterbildungen und der Umgang mit neuen Technologien. Wir vermitteln beispielsweise, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll und kritisch eingesetzt werden kann. Uns ist wichtig, dass junge Menschen lernen, Ursachen zu analysieren, die richtigen Fragen zu stellen und eigene Lösungen zu entwickeln.
Auch unser Ausbildungsangebot entwickeln wir kontinuierlich weiter. Von Fachkräften für Schutz und Sicherheit über technische und kaufmännische Berufe bis zu IT-Berufen und dualen Studiengängen schaffen wir unterschiedliche Einstiegswege. Und Ausbildung ist für uns keine Einbahnstraße: Wer sich entwickelt und Verantwortung übernehmen möchte, bekommt bei big auch nach dem Abschluss entsprechende Möglichkeiten.
Aktuell begleiten wir rund 50 Auszubildende mit unterschiedlichen Biografien, Altersgruppen und Lebenswegen. Genau diese Mischung, die persönliche Begleitung und der frühe Praxisbezug machen für uns gute Ausbildung aus.
Deshalb freut uns die Auszeichnung besonders. Sie bestätigt, dass sich die Investition in junge Menschen lohnt und motiviert uns, diesen Weg konsequent weiterzugehen.
Redaktion: Wie gelingt es Ihnen, junge Menschen für eine Ausbildung bei big zu begeistern?

Ana dos Santos: Das beginnt bereits im Bewerbungsprozess. Unsere Auszubildenden bestätigen uns immer wieder, dass sie sich bereits im Bewerbungsgespräch auf Augenhöhe wahrgenommen fühlen. Das ist kein Zufall, sondern Teil unserer DNA als Familienunternehmen, wir nennen dies auch unser „big-Gen“. Neben unserer fundierten fachlichen Ausbildung vermitteln wir in unserer eigenen big. akademie zusätzliche Kompetenzen, die Auszubildenden dabei helfen, resilient auf die Anforderungen unserer Zeit zu reagieren.
Redaktion: Apropos Anforderungen unserer Zeit, welche Kompetenzen werden aus Ihrer Sicht für die Fachkräfte von morgen besonders wichtig sein?
Ana dos Santos: Wir leben in einer volatilen, sich ständig wandelnden Welt. Das Wichtigste, was unsere Azubis lernen müssen: Nichts bleibt so, wie es ist. Und das bedeutet vor allen Dingen mit dem Wandel umgehen zu können. Dazu bieten wir ihnen eine breite Ausbildung und vermitteln immer wieder den Blick über den Tellerrand hinaus. Indem sie bei uns eine bereichsübergreifende Ausbildung mit den unterschiedlichsten Services durchlaufen und so auch die vernetzten Dienstleistungen für unsere Kunden täglich erleben. Ein enges Denken innerhalb des eigenen Berufsbildes ist längst nicht mehr zukunftssicher. So haben wir auch in unserer Akademie verschiedene Schulungen zu diversen Softskills. Wichtig ist uns auch die Begegnung zwischen den Azubis der unterschiedlichen Fachbereiche deutschlandweit oder Treffen mit Azubis anderer Unternehmen, etwa bei internationalen Veranstaltungen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Ausbildung ist es, junge Menschen dazu zu befähigen, die Herausforderungen zu erkennen und dadurch Lösungen zu entwickeln. Künstliche Intelligenz ist dabei ein wertvolles Werkzeug, ihr Nutzen hängt jedoch entscheidend davon ab, die richtigen Fragen zu stellen. Deshalb fördern wir analytisches Denken und die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Denn nur wer die Ursache eines Problems versteht, kann nachhaltige Lösungen entwickeln – ob mit oder ohne KI.
Ein Auszubildender hat unseren Anspruch einmal treffend zusammengefasst: „Ich verstehe, was Sie hier vorhaben. Das ist wie in der alten Serie, die mein Vater schaut: Sie wollen uns zu MacGyvern machen.“ Besser hätten wir unsere Vorstellung von moderner Ausbildung kaum beschreiben können.
Redaktion: Das ist schön zusammengefasst. Frau dos Santos, danke für das Gespräch!
Ana dos Santos: Sehr gerne!
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