Energiewende per HLKE-Planung

Wenn der Abschied von den fossilen Energieträgern in absehbarer Zeit gelingen soll, gilt es vor allem einen wesentlichen Hebel zu nutzen: Unsere Gebäude müssen deutlich weniger Energie verbrauchen.

Damit liegt der Ball auch im Feld von uns Planer:innen für Heizung, Lüftung, Klima sowie Elektro, die zum Beispiel maßgeblich an der Wirksamkeit von Passivhäusern beteiligt sind – Stichwort „Energieeffizienz“.

Ein kleines Beispiel zeigt, was in Sachen Wärmedämmung bei Passivhäusern mittlerweile möglich ist: Die für die Dämmung eingesetzten Materialien sind in Verbindung mit dem im Beton enthaltenen Stahl sowie der Wärmeverglasung so hocheffizient, dass sogar Funkverbindungen gestört werden können. Nach Fertigstellung der kompletten Außenfassade wird deshalb eine Funkfeldmessung durchgeführt, um das mögliche Funkloch beseitigen zu können. Dafür sorgen die Elektrofachplaner, die dann zur Sicherheit der Bewohner in Abstimmung mit der Feuerwehr eine Funkanlage einplanen und damit die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen sicherstellen.

Dieses Beispiel verdeutlicht zum einen die Leistungsfähigkeit moderner Wärmedämmungen und zum anderen, wie komplex das Zusammenspiel der Planung rund um Heizung, Lüftung, Klima sowie Elektro ist. Entsprechend hoch sind die Anforderungen und Erwartungen an die Planungen. Heute schon gehören eine Vielzahl von Komponenten zum Auftragsvolumen eines komplexen Passiv-Gebäudes: unter anderem die Lüftungs- und Sanitärtechnik, der Anschluss an das Stromnetz, die Elektrifizierung der Wohnungen mit Einzelverteilungen und Sicherungen, einen eigenen Multimediaverteiler mit Glasfaserleitung und die gesamte elektrotechnische Infrastruktur samt Beleuchtung, Sprechanlage, Aufzügen sowie Internet-, Telefon- und TV-Anschlüssen. Zunehmend werden zum Passivhausstandard auch die Infrastruktur zur Errichtung einer PV-Anlage sowie Ladeanschlüsse für E-Autos angefragt.

Im Mittelpunkt steht dabei immer das optimale Zusammenspiel der unterschiedlichen Planungsbereiche und der eingesetzten Technologien, damit weitere Gebäude in Passiv-Bauweise entstehen können – und die Energiewende ein Stückchen näher rückt.

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