Nachhaltige Energiequellen kombinieren – Wie ein „Extended Mix“ unsere Energie-Zukunft revolutioniert

Wenn es um Energieversorgung von Unternehmen, Krankenhäusern und Bürokomplexen geht, dreht sich vieles um Photovoltaik – aber längst nicht alles: Es kommt auf den intelligenten Mix der Energiequellen an. Wie der gelingt, wissen die Expert:innen von big.

Natürlich spielt Photovoltaik eine wichtige Rolle. Klassische Fragen zur Bauart, den Aufstellwinkeln von Solarmodulen und einige mehr müssen Expert:innen umfassend beantworten. Insgesamt sollte man aber auch andere Themenfelder im Blick behalten – rund um die Infrastruktur im Umfeld des Gebäudes, die Geografie oder technische Details wie Abwasserwärme und Sicherheitssysteme. Expert:innen sprechen in diesem Zusammenhang von der „Umweltenergie“. Einfach gesagt: Wenn neben dem Krankenhaus ein Entsorgungsbetrieb tonnenweise Grünabfälle sammelt, dann kann dieser Energieträger auch genutzt werden. Zudem gibt es in jedem Krankenhaus beispielsweise Notstromgeneratoren, die man im Rahmen einer intelligenten Gesamtlösung einsetzt – für die Pufferung der Schwankungen beim regenerativen Strom aus der Photovoltaik-Anlage, was überraschenderweise derzeit noch kaum geschieht. Stattdessen geben sich Verantwortliche mit den üblichen Schwankungen zufrieden und kaufen dafür unnötig viel Strom aus dem Netz hinzu. Die Notstromgeneratoren werden lediglich zweimal im Jahr aus Testgründen für 24 Stunden betrieben – eine verschenkte Chance, denn der Testbetrieb würde durch Einbindung in den aktiven Betrieb hinfällig.

Wärme und Kälte vorausschauend planen

Ähnlich gelagert ist das Thema „Abwasser“: Wenn Industrieunternehmen oder Bürobauten die Wärme in ihrem Abwasser ungenutzt in die Kanalisation abführen, verschenken sie große Mengen an Energie, anstatt sie zum Wärmen zu nutzen. In diesem Zusammenhang muss man betonen, dass manche Unternehmen so viel Abwasser wie Kleinstädte produzieren und die technischen Lösungen für ihre Nutzung längst marktreif sind. Auf der anderen Seite rückt angesichts immer häufiger auftretender Hitzewellen die Kühlung von Gebäuden in den Fokus von Investor:innen. Wer also „heute“ einen großen Bürokomplex plant, sollte „morgen“ unnötig hohe Innenraumtemperaturen vermeiden, weil ansonsten die Arbeitskraft der Angestellten abnimmt. Und genau das würde ebenso bares Geld kosten.

Eine Frage der Sicherheit

Doch was sind die Hindernisse auf dem Weg zur ganzheitlichen Nachhaltigkeit von Gebäuden? Die Antwort hat in diesen Tagen nicht mehr nur mit der Höhe der Investitionskosten zu tun, denn die nachhaltige Planung und Nutzung von Industrieunternehmen, Krankenhäusern, Bürokomplexen und Co. ist zu einer unverrückbaren Grundbedingung geworden – ansonsten wäre die von der Politik angestrebte klimaneutrale Industriegesellschaft nicht zu erreichen. Zudem übersteigen die Einsparungen im nachhaltigen Betrieb bei Einsatz der oben genannten Lösungen schnell die Investitionskosten. Stattdessen stellt sich für die Planer:innen vor allem die Frage, wie man sicherstellen kann, dass alle technischen Einheiten reibungslos funktionieren und spezifische Sicherheitsbedingungen eingehalten werden. Schließlich müssen in einem Krankenhaus alle technischen Einheiten ohne jede Ausfallzeit funktionieren – ob die Sonne nun scheint und der Wind bläst oder auch nicht. Außerdem gibt es bei vielen Firmen beispielsweise produzierende Maschinen, die zu keinem Zeitpunkt stillstehen dürfen.

Auf Know-how kommt es an

Folglich rückt ein zunächst widersprüchlich erscheinender Mix in den Fokus: sehr stabile Prozesse mit einer zunehmend komplexeren Technologie sicherstellen. An dieser Stelle ist das Know-how von erfahrenen Expert:innen aus den Bereichen big. engineering und big. facility services unverzichtbar. Die Spezialist:innen übernehmen Verantwortung für die nachhaltige Bewirtschaftung von Gebäuden – über den gesamten Lebenszyklus hinweg, inklusive der Planung vor Baubeginn, bereits mit Blick auf den Betrieb. Die dazugehörigen technischen Machbarkeitsstudien berücksichtigen Klimadaten, analysieren den Eigenverbrauch und die Einspeisemöglichkeiten, simulieren die denkbare Leistungsfähigkeit von Solarmodulen und berechnen anfallende Kosten von der Wartung bis zur Instandsetzung. Das Ergebnis gibt Aufschluss darüber, wie sich Energie-Ersparnisse über einen festgelegten Zeitraum entwickeln.

Fazit: Sonne, Wind, Wasser und Co. sind Energielieferanten mit unerschöpflichen Ressourcen für jedes Unternehmen. Es kommt aber darauf an, sie in einer intelligenten und optimal aufeinander abgestimmten Kombination zu nutzen. Dafür steht die big. bechtold-gruppe seit über 40 Jahren – mit über 3.000 erfahrenen Mitarbeiter:innen aus den Bereichen engineering, facility und security services.

 

Drei Fragen an Stephan Oehlert, Geschäftsführer big. engineering services am Standort Karlsruhe

Wie sicher sind diese Lösungen im Betrieb?

Stephan Oehlert: Sehr sicher – wobei wir die Lösungen an die Aufgabenstellung anpassen, denn die Sicherheitsbedingungen für die Stromversorgung eines Krankenhauses unterscheiden sich natürlich von denen eines Supermarktes. Dabei entwickeln wir umfassende redundante Systeme, bei denen zum Beispiel ein Energieträger einspringt, wenn ein anderer ausfällt. Übrigens analysieren wir etwa auch die Brandgefährdung durch Solarmodule und zeigen hier Lösungen auf.

Wie umfassend kann man sich die Planung rund um nachhaltige Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorstellen?

Stephan Oehlert: Wir schauen uns tatsächlich alle Faktoren an – von der Lage der Immobilie inklusive Sonnenzeiten, Windstärken, Flussnähe und einiges mehr bis zur Menge der benötigten Energie oder den auftretenden Abfällen. Am Ende gilt immer: Alle von der Natur bereitgestellten Energieformen müssen aktiv genutzt werden.

Was für eine Bedeutung hat der Faktor „Zeit“ bei den Planungen?

Stephan Oehlert: Gerade im industriellen Bereich kommt es auf Tempo an, wenn die neue Produktionshalle für neue Herstellungsprozesse oder die Realisierung von größeren Stückzahlen benötigt wird. Vor diesem Hintergrund haben wir in den letzten Jahren bei planerischen Benchmarks mitgewirkt. So hat etwa ein großer Automobilzulieferer in nur 3 ½ Jahren einen Neubau realisiert. Auf ähnliche Erfolge blicken wir in vielen Branchen zurück.

 

Über die big. bechtold-gruppe

Die big. bechtold-gruppe ist Spezialist für das Beraten, Planen und Betreiben von Immobilien und Liegenschaften. Mit über 3.000 Mitarbeiter:innen und 27 Gesellschaften bietet das Familienunternehmen national wie international vernetzte Dienstleistungen aus den Bereichen engineering, facility und security services an. Die 1981 von Bernd und Gisela Bechtold gegründete Unternehmensgruppe wird in zweiter Generation von Daniela Bechtold geführt.

 

 

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